DGUV Information 215-830 - Zusammenarbeit von Unternehmen im Rahmen von Werkverträgen (Ausgabe 01/2020)

Erläuterungen:

Im Rahmen der Arbeitsteilung und Spezialisierung ist die Erbringung von Teilleistungen durch andere Unternehmen, also Fremdfirmen, heute normal. Dazu werden Werk- und Dienstverträge branchenübergreifend in vielen Bereichen geschlossen. Alle Fremdfirmen erbringen die vereinbarten Leistungen in eigener Verantwortung. Beim Einsatz von Fremdfirmen treffen zwei oder oft auch mehrere Unternehmen mit ihrer jeweiligen Organisation aufeinander, woraus gegenseitige Gefährdungen entstehen können. Diese Gefährdungen können nur durch wirksame Koordination und Abstimmungen verringert werden.

Änderungen:

  • Anspruchsvolleres Design, Änderung des Vorworts, andere Kapitelnummerierung, Begriffliche Änderungen (z. B. Arbeitgeber in Unternehmer, Mitarbeiter in Beschäftigte, Auftragsverantwortlicher in Verantwortliche Person der Fremdfirma), Berücksichtigung der Genderschreibweise, Referenzierung zu aktuellen Vorschriften
  • Kap. 1: Erklärungen zu Werk- und Dienstvertrag
  • Kap. 2.3:
    Abb. 2: Beispiele für besondere Gefahren bei denen eine koordinierende Person mit Weisungsbefugnis eingesetzt werden muss.
    Abb. 3: Beispiele für besondere Gefahren bei denen eine aufsichtsführende Person eingesetzt werden muss
    Abb. 4: Geänderte Prozessschritte bei Planung und Ausführung von Werk- und Dienstverträgen mit Zuordnung der Verantwortlichkeiten. Beispiel für die Anforderung eines Gerüstes
  • Kap. 3.10: Konkrete Festlegung an die Kontrolle von Maßnahmen
  • Anhang 1: Anpassung an die aktuellen Sicherheitskennzeichen
  • Anhänge: Ergänzung, Konkretisierung und Aktualisierung der Anhänge (z. B. Bewertung durch den Auftraggeber bzw. Auftragnehmer) 

Handlungsbedarf:

Die genannte Information zeigt Ihnen u. a. Wege und Hilfsmittel auf und unterstützt Sie bei der Umsetzung und Erfüllung Ihrer Rechtspflichten. Um diese Pflichten wirksam und nachweislich zu erfüllen, muss der Auftraggeber eine „auftragsverantwortliche Person“ bestimmen. Sie ist die Ansprechperson für die verantwortliche Person der Fremdfirma. Ist der Unternehmer oder die Unternehmerin der Fremdfirma nicht persönlich vor Ort, muss er wiederum eine verantwortliche Person mit erforderlichen Entscheidungsspielraum bestellen.

 

Werden Beschäftigte des auftraggebenden Unternehmens und der Fremdfirmen an einem Arbeitsplatz oder in einem Arbeitsbereich tätig, müssen die Unternehmen bei der Durchführung der Sicherheits- und Gesundheitsschutzbestimmungen zusammenarbeiten. Ist es zur Vermeidung gegenseitiger Gefährdungen erforderlich, muss der Auftraggeber eine Person schriftlich bestimmen, die die Arbeiten entsprechend koordiniert. Die koordinierende Person ist mit entsprechender Weisungsbefugnis auszustatten. Die beinhalteten Checklisten unterstützen Sie im Umgang mit Fremdfirmen.

 

Hier gelangen Sie direkt zur DGUV Information 215-830.

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